Die wichtigsten Regeln über Icestocksport (Mannschaftsspiel)

Stand: 1.10.2017


Anmerkung: Der Inhalt dieser Seite ist eine Zusammenfassung der relevantesten Regeln, welche AthletInnen sowie SchiedsrichterInnen respektieren müssen, während sie „cool sind“ = Icestocksport spielen (in Winter wie in Sommer)!  BE COOL, PLAY ICESTOCKSPORT!
Das dazugehörige Dokument kann hier runtergeladen werden: IFI-most-important-rules_01.10.2017-DE
Es ist auch in Englisch (IFI-most-important-rules_01.10.2017-EN), Spanisch (IFI-most-important-rules_01.10.2017-ES) und Russisch (coming soon) verfügbar.


what now 2016
„What now?“

  1. Mannschaften mit nicht einheitlicher Oberkörperbekleidung sind zu verwarnen (IER R 366) und im Wiederholungsfall wird der Mannschaft 1 Spielpunkt nach IER R 704a abgezogen.
  2. Alle Sportler (-innen) müssen sich den allgemeinen sportlichen Regeln entsprechend verhalten:
    • kein Alkohol und Rauchen,
    • kein Stören oder Behindern der übrigen Spieler,
    • einheitliche Oberkörperbekleidung (1 Spielpunkteabzug als Strafe, wenn nicht einheitlich, s.o. 1).
  3. Jede Mannschaft darf nur einen Plattenständer mit 8 Laufsohlen mitführen. Keine zus. Stiele.
    Ein Austausch von Sportgeräten während eines Spieles ist verboten (IER R. 302).
    Bei Verletzungsauswechselung darf 1 kompletter Stock (Stock, Stiel u. 1 Laufsohle) ausgewechselt werden.
  4. Markierungen: Farbklekse und ausgebrochene Linien werden nicht berücksichtigt.
    Bei Doppelmarkierung zählt der äußere Rand.
    Bei farbig abgesetzten Zielfeldern kann die Markierung entfallen.
  5. Ein umgefallener Stock ist dann gültig, wenn ein Teil das Zielfeld berührt. Er wird dann so aufgestellt, dass die kürzeste Entfernung zur Daube gewahrt bleibt (Projektion).
    Ein Stock, der auf der Daube oder auf anderen Stöcken aufliegt, ist so herunter zu stellen, dass er mit der ganzen Laufsohle auf der Spielfläche steht. Dabei ist der Abstand zur Daube und zu den eventuellen anderen Stöcken im Verhältnis wiederherzustellen (IER-R 346-Hinweis).
  6. Wenn die Daube das Zielfeld vorübergehend verlassen und wieder erreicht hat, so verbleibt die Daube in ihrer ruhenden Endlage. (IER R.323)
    Steht die Daube im Zielfeld auf der Schmalseite, so wird sie auf die bahngerechte Seite umgekippt und dann auch erst gemessen!
    Befindet sich die Daube auf einem oder mehreren Stöcken, so verbleibt sie in ihrer Lage (IER R. 324).
  7. Beim Stock zählt grundsätzlich die Endlage.
    Ausnahme: Ein Stock, welcher ein Nachbarspielfeld berührte bzw. die gedachten Linien zwischen Abspiel- und Zielfeld (der Nachbarfelder) erreichte.
  8. Verändert ein Spieler die Lage der Daube oder stört ihren Lauf im Zielfeld, so:
    – die Mannschaft des Verursachers räumt ihre Stöcke aus dem Zielfeld,
    – die gegnerische Mannschaft spielt die Kehre allein zu Ende.
    Ausnahme, es passiert beim Messen: hier verliert der Verursacher jeden weiteren Vergleich.
  9. Ein Spieler stört einen laufenden Stock:
    – seine Mannschaft räumt ihre Stöcke aus dem Zielfeld,
    – gegnerische Mannschaft spielt Kehre allein zu Ende,
    – auch der aufgehaltene Stock kommt aus dem Zielfeld,
    – Mannschaft des Verursachers erhält 6 Strafpunkte.
  10. Vorzeitig beendete Kehre:
    • Beendigung beider Spielführer nach Ergebnisfeststellung:
      – das festgestellte Ergebnis wird geschrieben,
      – für jeden vergessenen Stock erhält die betreffende Mannschaft 3 Strafpunkte.
    • Nur ein Spielführer verändert Daube oder Stöcke:
      – Bei Veränderung der Daube: siehe 8. à keine weiteren Abzüge.
      – Bei Stockveränderung geht das Spiel grundsätzlich weiter, nachdem wird ein Stock…
      > der eigenen Mannschaft zur Daube hin verbessert à aus Zielfeld räumen;
      > der eigenen Mannschaft zur Daube hin verschlechtert à verbleibt;
      > der gegnerischen Mannschaft zur Daube hin verbessert à verbleibt;
      > der gegnerischen Mannschaft zur Daube hin verschlechtert à zurück;
      > der eigenen Mannschaft aus Zielfeld entfernt à bleibt draußen.
      Die gegnerische Mannschaft kann in allen Fällen verlangen, dass das ursprüngliche Bild wiederhergestellt wird.
  11. Haben zwei zu messende Stöcke die gleiche Entfernung zur Daube, so zählt keiner.
    • Bei Kehrenende schreiben beide Mannschaften eine 0.
    • Während des Spiels muss diejenige Mannschaft nachspielen, welche die Bestlage nicht erreichte.
  12. Ein unberechtigtes Anspiel ist ungültig (der Stock wird aus dem Zielfeld entfernt) und darf nicht wiederholt werden.
  13. Sportgeräteteile dürfen während einer Kehre nur einmal verwendet werden (IER-R 355).
  14. Ein fehlender bzw. falscher Kennbuchstabe (M-L-P) zieht 1 Spielpunktabzug Strafe nach sich (R 210 Hinweis u. R 704b).
  15. Ein fehlendes IFI-Laufsohlensiegel (Negativprofil) zieht 1 Spielpunktabzug Strafe nach sich (R 207 Hinweis u. R 704b).
  16. Bei Verwendung von nicht (oder nicht mehr) erlaubtem Sportgerät erfolgt die Disqualifikation der betreffenden Mannschaft:
    • Die Laufsohlen Nr.10, weiß und Nr.9, leuchtrot-negativ dürfen auch auf Eisflächen ohne Dach gespielt werden. (IER-R 207)
    • Sportgeräte, welche nicht in den Listen für zugelassene Sportgeräteteile aufgeführt sind.
      Ausnahme: LS Nr.10 weiß dürfen mit gestütztem Außenrand und ohne IFI-Zul.-Nr. gespielt werden.
  17. Friktionsscheibe:
    Ein Stiel ohne die erforderliche grüne Friktionsscheibe ist ein regelwidriges Sportgerät.
    Wird ein Stiel mit einer nicht gültigen Friktionsscheibe angetroffen, d.h. grüne Friktionsscheibe ohne Aufdruck „IFE-gerecht“ oder andere Farben, so ist dies ein regelwidriges Sportgerät.
    Damit erhält die Mannschaft 2 Spielpunkte Abzug nach IER R.205, R.361 und R.705d.